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„Ich muss sagen, dass ich von diesen Fassaden und Portikus – klassisch, modern, eklektizistisch, mit ihren Säulen, Pilastern und Stuckköpfen mythischen Getiers oder Personals -, von ihren Ornamenten und balkontragenden Karyatiden, von den Torsos in den Eingangsnischen mehr über die Geschichte unserer Welt gelernt habe als später aus irgendeinem Buch. Griechenland, Rom, Ägypten – alles war hier vertreten... Und von dem spiegelnden grauen Strom, der zur Ostsee hin floss, mit
hin und wieder einem Schlepper in der Flussmitte, der gegen die Strömung ankämpfte, habe ich mehr über Unendlichkeit und Stoizismus gelernt als durch Mathematik und Zeno.“
Als Ort des Lernens von Geschichte und Lebensphilosophie hat Joseph Brodsky seine Geburtsstadt St. Petersburg erfahren. So lesen wir es in seinen Erinnerungen an St. Petersburg.

Auch für uns, vierzehn Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrer, die wir im Rahmen desSchüleraustausches Gars – St. Petersburg vom 8. September bis 18. September 2004 die Stadt an der Newa und unsere russischen Gastgeber besuchen werden, soll St. Petersburg ein Ort werden, an dem wir durch historische und kulturelle Exkursionen viel lernen können über die 300-jährige Geschichte der Stadt und über berühmte Persönlichkeiten Petersburgs aus dem Bereich Literatur, Kunst und Politik.

Im Vordergrund unseres Besuchs aber steht die Vertiefung der zwischenmenschlichen Kontakte, die im Sommer 2003 beim Besuch der russischen Gäste in Gars geknüpft worden sind. Durch das Leben in der russischen Gastfamilie lernen wir das russische Familienleben, russische Gepflogenheiten und
das russische Alltagsleben kennen. Durch Hospitationen des Regelunterrichts unserer Partnerschule können wir einen Einblick gewinnen in den russischen Unterrichtsbetrieb.

Wir freuen uns auf einen interessanten, erlebnisreichen und hoffentlich wieder harmonisch verlaufenden Aufenthalt in St. Petersburg.

Zum Schluss möchte ich den Teilnehmern des Austausches ganz herzlich danken für ihr Engagement, dem Schulleiter für sein Entgegenkommen, den Kolleginnen und Kollegen für ihr Verständnis und Herrn Wittmann für seine tatkräftige Unterstützung.
(Renate Höpler)

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