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20 russische Schüler
und drei Lehrer aus St. Petersburg sind derzeit am Gymnasium Gars zu Gast. "Wir
freuen uns sehr, daß unsere Partnerschaft mit der Schule N 605 nun schon fünf
Jahre anhält und wir bereits zum dritten Mal Besuch von ihnen erhalten",
so begrüßte Schulleiter Friedrich Gutbier die Gäste bei einer kleinen
Feier in der Aula der Schule.
Der Schulleiter stellte in seiner Rede die besondere Bedeutung der deutsch-russischen
Freundschaft heraus. Dies zeige die sehr hohe Zahl an Schulpartnerschaften zwischen
den beiden ehemaligen Erzfeinden. "Diese Partnerschaften sind auch ein kleiner
Beitrag zur Völkerverständigung, weil persönliche Freundschaften entstehen,
die weit über die Schulzeit hinaus wirken können", so Gutbier.
Dank sprach Gutbier auch den Gasteltern aus, die sich trotz zeitlicher und finanzieller
Belastung bereit erklärten, Schüler aufzunehmen. "Einen wesentlichen
Beitrag zum Gelingen dieses Austauschs leistet auch die Raiffeisenbank Gars/Haag/Maitenbeth,
die uns sehr großzügig finanziell unterstützt hat", erklärte
der Schulleiter weiter.
Die Leiterin der Schule N 605, Valentina Jegorewa, bedankte sich für die erneute
Einladung und berichtetete von konkreten Auswirkungen der Partnerschaft auf die Schule:
"Wir erteilen mittlerweile erweiterten Deutschunterricht, unsere Schüler
lernen ab der 2. Grundschulklasse ihre Sprache". Und so überraschte auch
nicht, daß die Begrüßungsreden nicht mehr übersetzt werden mußten.
Als Gastgeschenk überreichte Valentina Jegorewa an Friedrich Gutbier einen Druck
aus der ältesten Druckerei St. Petersburgs, die mit deutschen Maschinen arbeitet.
Mit den Worten "Für uns sind sie ein Ehrenbürger St. Petersburgs"
bedakte sich die Schulleiterin für das große Engagment Gutbiers für
den Austausch.
Die Gäste werden elf Tage an der Schule bleiben und neben Ausflügen nach
München, in unsere Region und in die Chiemgauer Alpen auch den Schulalltag kennenlernen.
Aufgelockert werden die Unterrichtstage durch die Teilnahme am Wandertag, den sie gemeinsam
mit den Klassen der Gastgeber verbringen werden, und dem Besuch des Somerkonzerts,
dem traditionellen Höhepunkt des Schuljahres am Garser Gymnasium.
(Helmut Wittmann) |